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    Grüne Hochschulgruppe Rostock

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    Percy Schmeiser

    Alternativer Nobelpreisträger “Percy Schmeiser” kommt nach Rostock!

    Weltbekannter Gentechnikgegner und Alternativer Nobelpreisträger beginnt seine Europa-Tour in Rostock und spricht an der Rostocker Universität

    Percy Schmeiser, kanadischer Farmer, Gentechnikgegner und alternativer Nobel-preisträger 2007 kommt auf Einladung des BUND-Landesverbandes am 14.10.2009 nach Rostock. Die öffentliche Veranstaltung findet um 19.30 Uhr im Hörsaal R 323 der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät in Rostock, Ulmenstr. 69 statt.

    Dr. Burkhard Roloff vom BUND und Hauptorganisator der Veranstaltung in Rostock: „Percy und Louise Schmeiser, weltweit bekannte Gentechnikgegner beginnen ihre Europa-Tour in Rostock. Wir freuen uns, dass die für ihren Kampf für eine gentechnikfreie Landwirtschaft 2007 mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichneten Schmeisers an der Rostocker Universität berichten können, welche Folgen der Einsatz gentechnisch veränderter Pflanzen für die Bauern, die Imker und die Landwirtschaft hat, welche Ziele multinationale Konzerne mit der Gentechnik verfolgen und wie ihr Widerstand gegen den Agrochemie- und Gentechnik-Konzern MONSANTO erfolgreich war.“

    Programm:

    • 18.30 Uhr – Presse-Gespräch mit Percy und Louise Schmeiser im Hörsaal R323
    • 19.30 Uhr – Begrüßung durch Dr. Burkhard Roloff, BUND Landesverband
    • 19.35 Uhr – Grußwort von Holger Matthäus, Senator für Bau und Umwelt der Hansestadt Rostock
    • 19.40 Uhr – Kurzfilm über Percy und Louise Schmeiser
    • 19.50 Uhr – Ansprache von Percy Schmeiser
    • 20.50 Uhr – Podiumsdiskussion mit Percy Schmeiser, BUND-Bundesvorsitzender Prof. Hubert Weiger und Dr. Heinrich von Bassewitz, Gründer der 1. gentechnikfreien Region in Deutschland

    Moderation und Übersetzung: Bernward Geier (COLABORA)

    • 21.30 Uhr – Ende der Veranstaltung

    Hintergrund: Schmeisers Großeltern wanderten von Bayern (Rosenheim) nach Kanada aus und ließen sich dort als Landwirte nieder. Percy Schmeiser betreibt auf der geerbten, 600 Hektar großen Farm seit knapp 60 Jahren Landwirtschaft, vor rund 40 Jahren spezialisierte er sich auf die Zucht und den Anbau von Raps und entwickelte Sorten, die speziell an die regionalen Bedingungen angepasst waren. Er war lange Bürgermeister (1966-1983) und auch von 1967-1971 Abgeordneter im Parlament der Provinz.

    Im Jahr 1997 wurden auf Schmeisers Land gentechnisch veränderte „Round-up-Ready“-Rapspflanzen des Agrochemie-Konzerns Monsanto gefunden. Die Samen wurden durch den Wind vom Feld eines benachbarten Bauern oder von einem vorbeifahrenden LKW vertragen. Dieser „Round-up-Ready“-Raps hat sich bei Schmeisers auf den Feldern vermehrt, woraufhin Schmeiser im Folgejahr , als erneut GVO-Raps auf seinen nachgewiesen wurde, vom Herstellerkonzern wegen Patenverletzung verklagt wurde. Der Rechtsstreit zog sich über sieben Jahre hin. Die 2004 gefallene höchstrichterliche Entscheidung legte dem Landwirt keine Lizenzzahlungen und keinen Strafschadensersatz auf, da er nicht von den besonderen Eigenschaften der Round-up-resistenten Rapssorte profitiert hatte, hielt aber fest, dass er prinzipiell nicht das Recht hatte, die patentierte Sorte wissentlich anzubauen, nur weil sie zufällig auf seinem Land aufgetaucht war. Während dieser Zeit des Rechtsstreits wurde Schmeiser zunehmend bekannt als Symbolfigur und Sprecher im Kampf unabhängiger Landwirte um ihre Rechte und als Verfechter strenger Regulierungen und Haftungspflichten für den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen. Im Oktober 2000 wurde Schmeiser für seinen Einsatz mit dem Mahatma Gandhi Award geehrt, 2007 wurde dem Ehepaar Percy und Louise Schmeiser der „Alternative Nobelpreis“ verliehen: „…für ihren Mut bei der Verteidigung der Biodiversität und der Rechte der Landwirte und dafür dass sie die Perversität der gegenwärtigen Auslegung der Patent-Gesetzgebung in Bezug auf die Umwelt und die Moral aufzeigen und anprangern.“ – Begründung der Jury

    Weitere Details zum Fall:

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