Reaktion der Grünen Hochschulgruppe auf PM der Universität zur Steigerung der Drittmittel
Die Grüne Hochschulgruppe Rostock (GHG) freut sich über die Steigerung des Drittmittelaufkommens der Universität Rostock, sieht sie aber auch in Teilen kritisch. Drittmittel sind zwar zu einem großen Teil staatlich und kommen von Bund und Ländern oder aus den Töpfen der EU, ein immer größer werdender Teil stammt allerdings aus der Privatwirtschaft. „Das bedeutet eine immer größere Abhängigkeit staatlicher Universitäten von privaten Investoren und Betrieben“ sagte Fabian Nehring, Sprecher der GHG und, „Dadurch ist die Forschung einem Wettbewerb um Geld ausgesetzt, wodurch wichtige Forschungen, die für die Wirtschaft keinen Mehrwert besitzen, ins Hintertreffen geraten.“ Besonders betroffen sind davon die Geisteswissenschaften, mit denen sich in den seltensten Fällen Geld verdienen lässt. Auch die kürzlich von der Uni Rostock veröffentlichten Daten bestätigen, das vor allem die Naturwissenschaften profitieren konnten. „Auch das die Universität Drittmittel für Wehrtechnische Forschungen erhält, können wir nicht als positiv ansehen.“ sagte Florian Fröhlich, Mitglied der GHG. „Die Universität bewahrt über diesen Fakt nicht umsonst Stillschweigen.“
„Die Grüne Hochschulgruppe sieht hier eindeutig die Landespolitik in der Pflicht, die Finanzierung der Forschung endlich wieder auf solide und unabhängige Beine zu stellen“ forderte Thea Riebe, Sprecherin der Grünen Hochschulgruppe, „Nur so können wir verhindern, dass die Forschung abhängig von wirtschaftlichen Interessen wird und die Wissenschaft ins Hintertreffen gerät.“
Pressemitteilung der Universität
Heute Mo, 21.3. 18 Uhr Mahnwache zu Fukushima
Heute, am Montag den 21. März 2011 um 18 Uhr findet am Doberaner Platz eine Mahnwache, die Teil einer Bundesweiten Aktion ist, in Gedenken an die Katastrophe in Fukushima statt. Die Grüne Hochschulgruppe ruft zur Teilnahme auf. Fukushima heisst abschalten!
Beste Grüße,
eure Grüne Hochschulgruppe
„Agrogentechnik – die Saat des Bösen“ Vortrag am 19. März im Audimax
Am Samstag den 19. März spricht der brasilianische Globalisierungs-Kritiker Dr. Antonio Andrioli um 19.30 Uhr im Audimax auf dem Campus Ulmenstraße. Der Titel seines (deutschsprachigen) Vortrags ist sicherlich provokant, doch Andriolis interdisziplinäre Ausbildung lässt eine fundierte und weitreichende Beleuchtung der Risiken, insbesondere durch die kommerzielle Nutzung von Agrogentechnik in Barsilien aber auch darüber hinaus erwarten!
Nach seiner Ausbildung zum Agrartechniker studierte er Philosophie, Psychologie und Soziologie auf Lehramt, erwarb den Master in Erziehungswissenschaften, promovierte an der Uni Osnabrück zum Thema „Bio-Soja versus Gen-Soja: Eine Studie über Technik und Familienlandwirtschaft im nordwestlichen Grenzgebiet des Bundeslandes Rio Grande do Sul/Brasilien.“ und erhielt für sein sozialpolitisches Engagement und die herausragenden Studienleistungen 2004 den DAAD-Preis für ausländische Studierende. Nach Lehrtätigkeiten an einer österreichischen und einer brasilianischen Universität ist Antonio Andrioli seit 2010 Direktor des Campus Cerro largo der neuen staatlichen Universität Brasilien (UFFS).
Veranstalter: BUND MV, Grüne Hochschulgruppe, GEW-Hochschulgruppe, Gesundheitstreff Rostock, und das AStA-Referat für Umwelt, Gesundheit und Ernährung